Mein Name ist Doris Aeschbacher. Ich bin Humanmedizinerin, genauer Fachärztin FMH für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin. Zudem besitze ich eine Spezialausbildung in konventioneller und interventioneller Schmerztherapie. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, in einer eigenen Praxis PatientInnen mit chronischen Schmerzen zu behandeln. Schon zu Beginn meiner Praxistätigkeit war es mir ein grosses Anliegen, sowohl komplementär- wie auch schulmedizinische Therapien anzuwenden. Manchmal einzeln, aber immer häufiger in Kombination. Mein grosses Interesse galt und gilt noch heute der Phytotherapie. Heute bin ich im Ruhestand und kann mich meiner anderen Leidenschaft, dem Begleiten und Unterstützen von Lernenden und Studierenden, widmen.

Wir, mein Mann und ich, wohnen in der Nähe von Bern am « Tor zum Emmental» in einer sehr ländlichen Gegend. 2 Pferde, 3 Hunde und einige Hühner leisten uns Gesellschaft. Früher züchteten wir Pyrenäenberghunde und Andalusierpferde. Als Humanmedizinerin kenne ich mich mit der Anatomie und Physiologie des « Säugetiers» Mensch aus, kann dessen Krankheiten diagnostizieren und therapieren. Bei unseren Tieren stiess ich aber an meine Grenzen. Aus diesem Grunde beschloss ich, eine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin zu machen. An meinem ersten Seminarwochenende traf ich einen brillanten Lehrer, der mich mit seinem didaktischen Flair begeisterte: Christoph Hinterseher. Er wurde zum Kollegen, mit dem man medizinische Probleme (auch humanmedizinische) auf Augenhöhe diskutieren kann und der sein enormes Wissen grosszügig teilt. Aus Kollegen wurden Freunde, die sich auch in schwierigen Situationen gegenseitig unterstützen.

Lernen war für mich schon als Kind etwas Grossartiges. Im Laufe meines beruflichen und privaten Werdegangs durfte ich viel lernen, nur wurde das Gelernte dann überprüft. Ich hatte das Glück, dass ich vor Prüfungen nur leicht angespannt war und nie einen Blackout hatte. Anderen ging es diesbezüglich weniger gut. Und doch ist es auch in der heutigen digitalisierten Welt wichtig, dass man sein Wissen überprüfen kann. Lernen bringt einen nur weiter, wenn man das Gelernte verstanden hat, wenn man es sachgemäss anwenden kann. Wir vermitteln bei chW medizinische Inhalte, wie Anatomie, Physiologie, Pathologie u.v.m., praxisrelevante Konzepte und Therapiemethoden. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Studenten, jeder einzelnen Studentin, diese Inhalte zu verstehen, korrekt wiederzugeben und anzuwenden. Wir behandeln mit diesem Wissen Lebewesen! Und denen dürfen wir keinen Schaden zufügen. Primum nihil nocere! Um die Prüfungssituation so stressfrei wie möglich zu gestalten, versuche ich eine ruhige, entspannte Atmosphäre zu schaffen, in der genügend Zeit bleibt zur Beantwortung der Fragen. Zusammen mit einer intensiven Prüfungsvorbereitung wird daraus garantiert eine Erfolg.